Nudistengewürz

Gerade vorhin war ich einkaufen und stieß zufällig auf das hier:

Ist das nicht ein absolutes Highlight?! Die Frage ist nur: Warum heißt der so? Eine Idee wäre ja: Wo so viele Würstchen zu sehen sind, gehört auch Senf dazu. Oder aber: Wenn sich Menschen nackig machen, gibt gewohnheitsmäßig jeder seinen Senf dazu. Sehr schön wäre auch: An FKK-Stränden sieht man solche Massen fetten Fleisches, das kann man nur mit Senf ertragen. Für Verschwörungstheoretiker geht der hier: Dieser Senf enthält bestimmt verschiedene Rauschgifte, durch welche selbst gutsituierte Bürger derartig enthemmt werden, daß sie sich entkleiden. Aber eigentlich glaube ich an diesen Spruch:

Dieser Senf macht so geil, daß es sogar einer Wurst die Pelle zurückzieht!

Rentnern 2

Bevor ich wieder die absolut letzten Stories erzähle, kommt noch eine kleine Reminiszens an den letzten Beitrag. Dort erzählte ich vom Heidenau-Beach. Nun kenne ich es nicht so genau, um dessen Qualität in pcto. Beköstigung, Tränkung, Belustigung und Publikum beurteilen zu können, aber wenn ich mir sonstige Lokalitäten im Nebel des heutigen Mainstreams anschaue, wäre der Name „Heidenau-Bitch“ vielleicht eine schöne Alternative.
Wer sich nun hämisch darüber freut, daß ich die „absolut letzten Stories“ erzähle, dem kann ich eine hohe Aufmerksamkeit bescheinigen, denn er/sie hat meinen Eingangsgag erkannt. Wer nicht… nun ja, das wird noch.

Nachdem ich gerade das Rentnern für mich entdeckt und eine Woche praktiziert habe, mußte ich beinahe schon wieder improvisieren, denn seit Anfang dieser Woche hat meine Frau Urlaub. Rentnern ist bei ihr noch lange nicht drin, denn wer soll sonst meinen Lebensstandard sicherstellen. Da muß sie schon noch ein paar Jährchen „schaffe“, wie der Schwabe sagt. „Häusle baue“ wird aber trotzdem nichts mehr werden. Im Moment aber half mir erst einmal CORONA, denn wenn es nichts wird mit „Urlauben“, dann ist Rentnern der passende Ersatz. Es ist auch viel erholsamer, weil man sich nur darum sorgt, möglichst viel Natur in sich aufzusaugen. Dagegen besteht deutscher Urlaub im Grunde nur darin, möglichst weit weg zu fliegen, um zu zeigen, was man schon alles gesehen hat, möglichst unbekannte Leute zu treffen, um denen zu erzählen, was man selbst für eine wichtige Familie ist und wie hübsch und klug und gut erzogen die eigenen Kinder sind usw. usw. usw… Urlaub von Deutschland ist im Prinzip nur eine familiäre Promotion-Tour. Renommé wird entweder sofort am Urlaubsort gescheffelt oder hinterher zu Hause. Da werden oft Tausende Euro ausgegeben, um sich anschließend so richtig zu ärgern. Am nachhaltigsten ist ein Urlaub, wenn man hinterher auf Entschädigung klagen kann. Wenn dann sogar eine Rückzahlung rausspringt, ist das der Gipfel des Glücks für… eigentlich nicht die ganze Familie, sondern nur für das Familienmitglied, das die Klage eingerührt hat. Denn nichts erzeugt mehr Glücksgefühle als ein gewonnener Prozess, also die öffentlich verbriefte Tatsache, Recht gehabt zu haben.
Nun haben wir also zu zweit gerentnert und man muß sagen: „Wenn das beide mögen, ist es noch schöner.“ Nichts geht dabei natürlich über eine ordentliche Destination… Pfui Teufel, sind das Scheiß-Bezeichnungen heutzutage! Dabei gibt es Ausflugsziele seit Hunderten von Jahren. Die bleiben das auch, wenn man sie umbenennt.  Für den Dienstag hatten wir uns also Blockhausen rausgesucht. Man soll dort das Auto an einer 1,5km entfernten Stelle abstellen und dann hinlaufen. Ich halte das bei ca. 25% Steigung ein bißchen für Wahnsinn. Wegen meiner Gehunverträglichkeit hatte ich sowieso beschlossen, bis vor die Tür zu fahren, da wußte ich noch gar nichts von der Steigung. Weil ich wußte, daß das Gelände trotzdem noch etwas weitläufig ist, hatte ich natürlich meinen Roller mit. Also habe ich den aus dem Auto geholt, klargemacht und mit dem ganzen Equipment bestückt, was man für einen erholsamen Nachmittag braucht. Als ich alles zusammen hatte, habe ich das Auto zugeschlossen und.. in diesem Moment ging irgendwo ein Dampfkessel hoch! Ich hatte nämlich in die Hosentasche gegriffen, um den Rollerschlüssel herauszuholen, fand ihn aber dort nicht. Auch alle anderen verdächtigen Orte enthielten keinen solchen. Deshalb nutzte ich die plötzlich freigeordene Energie, um den Roller in Nullkommanichts wieder reisefertig zu machen, einzuladen und das ganze Gerümpel hinterherzuschmeißen. Daß beim Abfahren die Räder nicht durchdrehten, war auch nur dem Allrad geschuldet. Es war auch keine schlechte Sache, daß wir solch einen Schwung drauf hatten, denn der reichte bis auf den Schwartenberg. Von dort oben hat man zwar einen herrlichen Blick über das Erzgebirge, aber bei dem Wind dieses Tages hätte ich das wohl eher aus der Ameisenperspektive sehen können. Zum Glück gibt es dort die gleichnamige Baude mit einer Terrasse, die mit äußerst stabilen Glaswänden verbarrikadiert ist. Ohne diese wäre es wahrscheinlich unerträglich. Man könnte ganz gewiß kein Bier zum Munde führen, ohne als Erstes dessen Schaum im Gesicht zu haben. Auch sonst würde wohl nicht viel auf den Tischen stehen bleiben. Praktisch war, daß auf der Terrasse keine Mundschutzpflicht bestand, sonst wäre dieser auch noch weg gewesen.

Schon am nächsten Tag ließ sich meine Frau erweichen, mein Glück in der Natur Tharandts zu teilen. Wir haben aber dort keinen Gewaltmarsch veranstaltet, sondern uns einfach an einem Teich niedergesetzt und den lieben Gott einen frommen Mann sein lassen. Daß ich bei solchen Gelegenheiten immer auch mindestens einen meiner Freunde mitnehme, versteht sich von selbst.
Hier ein Gruppenfoto:

Man sagt landläufig, wer seine Frau sitzen läßt, ist ein Schwein, ein Macho oder was sonst noch, aber ich mache mir nichts aus solchem Gewäsch, habe meine Frau am Teich sitzen lassen und wollte aus der Amerika-Anlage des forstbotanischen Gartens über die schöne Hangebrücke in den Altteil gelangen. Der Gedanke war ja nicht schlecht und wenn ich mich an den Anfang der Brücke gezaubert hätte, auch halbwegs durchführbar, aber wenn man durch die Tür des Begrenzungszaunes schreitet odert rollt und schaut in eine Art Abgrund ohne Ende, dann vergeht einem die Endeckerlust. Der Hang selbst hatte eine Steilheit von vielleicht 70% und der Weg dorthin verlief in Serpentinen von immer noch 30% und höchstens 60cm Breite. Für meine körperliche Konstitution und die Leistung meines Rollers war das ein Blick in die Hölle. …also nichts wie husch, husch zurück in die Arme von Mami! So verlief der Tag ohne Blessuren.

Heute nun hatten wir uns den Dresdner Zoo vorgenommen und jetzt macht einer der größten Werbegegner mal selber so richtig Werbung, haltet euch fest! Unser Zoo ist zum Glück nicht mehr das Dornröschen, das auf den Kuß eines weltbekannten Zoologen oder besser noch „Investologen“ hofft. In den letzten Jahren ist einiges geschehen und wir haben heute beobachtet: Es geht weiterhin voran. Schon vor langer Zeit hatte ich beschlossen, große Teile meiner Rentnerzeit im Zoo zu verbringen. Was liegt da näher, als sich eine Jahreskarte zu kaufen. Das Schöne daran ist jetzt, daß diese nur 3mal so viel kostet wie eine einfache Tageskarte und das gilt für alle Preisklassen. Meine Frau hatte anfangs gar keine Ambitionen für eine Jahreskarte, aber die Erkenntnis war dann einfach: „Dreimal im Jahr gehen wir bestimmt her!“ Also: „Zweimal Jahreskarte bitte!“ Bei dieser Preiskalkulation bekommt man einen ganzen Schwung mehr Besucher in den Zoo. Ob die Eintrittserlöse damit exorbitant zunehmen, sei mal dahingestellt, aber es gibt ja noch die Zoogastronomie. Die wäre dann schon besser dran, wenn… nicht so viele von meiner Sorte kämen, der seine Freunde mitbringt. Aber auch das ist Marktwirtschaft: Wenn durch viel mehr Kundschaft die Preise etwas gesenkt werden könnten, würde vielleicht auch ich öfter mal Kunde. Einen ganz speziellen Aspekt möchte ich noch hervorheben: Wenn die Leitung des Zoos irgendetwas gegen meinen Roller einzuwenden hätte, wäre das Thema „Zoo“ für mich passé.

Hiermit rufe ich also allen Dresdnern zu: „Begleitet mich beim Rentnern im Zoo und meine nächsten Geschichten schreibe ich nicht für, sondern mit und über euch!

Amputation

Nun habe ich es doch erleben müssen. Ich wurde amputiert. Normalerweise sagt man ja: „Mir wurde dies oder jenes amputiert.“, aber diesmal passierte mir das in meiner Gesamtheit. Ich wurde also im Ganzen amputiert! Nur die Sprechweise ist eben nicht so ganz klar, denn wenn man zwei miteinander verbundene Körper hat, wer will dann sagen, welcher von welchem amputiert wurde? Man könnte sich allerdings darauf einigen, daß der nicht mehr lebensfähige Teil amputiert wird. In diesem Fall habe ich noch mal Riesenglück, denn ER wurde von mir entfernt… mein Astra!

An einem Tag Anfang April fuhren wir auf der A 14 nach Hause. Wir waren in der Leipziger UNI, um unserer Tochter den Doktorhut aufsetzen zu lassen. Ich weiß nun nicht, ob mein Wagen bei so großer Freude auch seinen Spieltrieb zeigen wollte, jedenfalls hatte er laut erster Diagnose Bock drauf, mit den Einzelteilen seines Turboladers im Kurbelgehäuse kegeln zu gehen. Es gab nur einen kurzen Ruck, ein pfeifendes Geräusch und es ging ohne Power noch paar Meter weiter… direkt die nächste Abfahrt hinauf, nicht ohne sich vor lauter Scham nach hinten mit einer Riesenwolke zu tarnen.
So saßen wir denn: Seit an Seit im Schrottauto in der hereinbrechenden Abenddämmerung mit Aussicht auf eine lange Nacht. Na gut, sooo lang war sie auch nicht, denn irgendwann gegen 11 waren wir auch zu Hause. Und hier muß ich mich auch mal zur Werbeschlampe machen: Bloß gut, daß wir den Autoschutzbrief gebucht hatten. Wo? Bei der Allianz, aber PSSST! Das ist Schleichwerbung!
Ja und was haben wir wohl als erstes zu Hause gemacht? Genau, Computer an und auf mobile.de und autoscout24 neues Auto gesucht! 😉

Amputation hin oder her, Ersatzorgane müssen ran!

Na bitte, geht doch!

Sprücheklopfer

Im vorigen Beitrag ging es um Werbung, was an dieser Stelle bestimmt nicht das letzte Mal geschehen wird, denn in kaum einer Branche liegen Highlights und absoluter Schwachsinn so nahe beieinander wie gerade hier. Und wenn man den Bogen so spannen kann, dann kann ich auch mal zugreifen. Ich kreiere bestimmt Werbeslogans, die kaum blöder sind als diejenigen, die so tagtäglich erscheinen. Vielleicht habe gerade ich das richtige Händchen(oder Mündchen), um zündende Sprüche in die Welt zu schicken. Ich kann ja erstmal ganz klein mit Trinksprüchen anfangen. So zum Beispiel als Bauernregel:

„Ist der Monat kühl und nass, ernährt sich der Bauer aus dem Fass!“ oder ähnlichen Schwachsinn.

„In der Sonne hellem Schein schmeckt besonders gut der Wein.“

„Ein Bier, ein Schnaps, ein Schnitzelbrot, so schlagen wir den Abend tot.“

Aber meine jugendlichen Dichterversuche sollen jetzt erst einmal vor den Künsten der Altvorderen zurückstehen. Irgendwann in den guten alten DDR-Zeiten habe ich in der Zeitung (Ich glaube SZ) einen Stammtischspruch gelesen, den ich bis jetzt nicht vergessen konnte: Achtung! Trommelwirbel!