Indischer Computertrick

Es gab mal Zeiten, in denen indische Fakire auf Jahrmärkten und Kirmesfesten die Menschen mit Seiltricks und Schlangenbeschwörung erfreut haben. Das ist lange her und inzwischen hat sich die Art und Weise der Darbietung stark verändert. Heutzutage arbeitet man statt dessen eher mit Computertricks und Internetverschwörung. Das große Ziel ist natürlich das Gleiche geblieben: Man will Kohle verdienen, nur eben jetzt viel schneller.
Deshalb hatte ich in den letzten Monaten ab und zu mal Anrufe, die teilweise sogar aus Indien kamen. Möglicherweise habe ich mir eine Null am Anfang dazugedacht, aber dann wäre es auch nicht viel näher.Man hört dann eine junge Männerstimme mit indischem Akzent, die sich als Mitglied des Microsoft-Helpdesks bezeichnet und dem Angerufenen bei seinen derzeitigen Problemen mit dem Computer helfen will. Natürlich habe ich sie abgebügelt, aber eines Tages hatte ich sehr viel Zeit und war vor allem recht gut drauf, weswegen ich mich einließ.
Zuerst laberte er noch ein wenig herum von wegen Vertrauen und so, übergab den Staffelstab dann an einen anderen und auf dessen „Anweisungen“ hängten wir uns über Teamviewer zusammen. Schon alleine dieses wäre normalerweise seine Disqualifikation gewesen, denn MS hat andere Möglichkeiten, aber ich wollte ja sehen, was kommt. Ich konnte also als Passagier beobachten, wie er mit dem Cursor über den Bildschirm huschte und dabei scheinbar unverfängliche Fragen stellte. An irgendeiner Stelle schien er sich nur noch für den Bankzugang zu interessieren, weshalb ich die Mitarbeit aufkündigte. Augenblicklich aktivierte er den Mann von vorhin, der sofort intensiv auf mich einsprach. Plötzlich merkte ich, daß ich keine Gewalt mehr über Maus und Tastatur hatte, während er mit höchster Intensität weitermachte. Mit diesem Schritt des Aussperrens hatte ich aber schon eine Weile vorher gerechnet und habe dann auch nicht gezögert. – Die Oberhoheit über den Netzschalter habe immer noch ich! Aus die Maus! Ich habe dann noch drei Passworte geändert, in deren Nähe er gekommen warund dann war es aber auch gut. Vor dieser Masche hatte man schon eine Weile vorher in den Medien gewarnt und nun wußte ich es ganz genau und auch, wo ich die Akteure menschlich einstufen muß.

So kam es einige Wochen später erneut zu einem Anruf dieser „Truppenteile“. Ich unterbrach den jungen Menschen und es gab folgenden englischen Dialog.
Ich: „Lassen sie mich raten! Sie sind vom Microsoft-Support und wollen mir bei meinen Computerproblemen helfen?“
Er: „Richtig, ich…“
Ich: „Dann leck mich am Arsche und geh nach Hause!“
– kurze Sprachlosigkeit
Er: „Kann es sein, daß du ein Mutterficker bist?!“
Ich: „Das ist richtig, aber nur bei deiner.“
Jetzt legte er auf. Wie kann man nur so einschnappen?

Er ist eben kein bißchen tolerant.

Offener Brief an den Polizeipräsidenten von Sachsen

Sehr geehrter Herr Polizeipräsident,

es gab mal eine Zeit(nach 90), da ich gern zur Politzei gegangen wäre, wenn ich jünger gewesen wäre. Auch später noch hätte ich auf die Frage: „Wollen sie denn einen Polizeistaat?“ mit „Und warum nicht?“ geantwortet. Inzwischen hat sich das gewandelt und erlebte heute abend seinen Höhepunkt. Meine Einschätzung der deutschen Polizei scheint sich zu bestätigen: Die älteren haben noch den Durchblick in pcto. Verhältnismäßigkeit, die jüngeren allerdings in keinster Weise. Bei diesen sehe ich amerikanische Verhältnisse. Ein Bayer würde dazu ausführen: „Kimmst in dei Lieblingsgang net nei, dann nimmt di halt die Polizei!“ Wobei ich mich frage, ob das nun Idioten oder Verbrecher sind, die diesen Weg gingen. Vielleicht wissen sie die Antwort.

Warum aber sage ich das?
Da kommt eine junge Frau(25) nach Absolvierung einer Zwischenprüfung aus dem Gebäude der HTW und will zum Wiener Platz, um mit der Straßenbahn nach Hause zu fahren. Mit jedem Meter zum Bahnhof wird die Phalance der Polizei immer dichter. Die ersten Grüppchen bestanden aus älteren Kollegen, die die schwarzgekleidete junge Frau zwar mustern, aber nicht behelligen. Im direkten Umfeld des Hauptbahnhofes allerdings trieben die jüngeren Genossen ihr Unwesen. Man stoppte die junge Frau, fragte nach woher und wohin und Hinz und Kunz. Nun ist es ja nicht so, daß die junge Frau 1,95m groß gewesen wäre und eine Schulterpearshing bei sich gehabt hätte, sondern sie war im Gegenteil 1,60m groß und trug als Bewaffnung einen Rucksack. Im Gegensatz dazu kamen einige der jungen Genossen bestimmt an erstgenannte Körpergröße heran und waren mehr oder weniger martialisch bewaffnet. Allerdings war das Hirn nun nicht gerade ihre Lieblingswaffe. Deshalb merkte auch keiner von diesen Komikern, daß die Festgehaltene inzwischen eine Panikattacke aufgebaut hatte und nicht mehr in der Lage war, irgendeine Frage zu verstehen, geschweige denn zu beantworten. Auch der für Panikattacken typische Weinkrampf veranlasste Gott nicht, Hirn wachsen zu lassen. Er machte etwas anderes: Er schickte 2 Engel in Form eines englischsprachigen Paares, das recht energisch monierte, ob man nicht sehe, daß die junge Frau am Ende ist. Unter unverständlichem Gebrummel und Gebrabbel ließ man sie dann endlich gehen.

Und nun frage ich sie, Herr Polizeipräsident, haben sie eine gut ausgebildete Jungtruppe oder sollte man deren Mitglieder ab und zu mal in die Produktion schicken, so wie man das am Ende der DDR von der Stasi gefordert hat, damit diese Leute mal aus Wolkenkuckucksheim zurückkommen.

Ich verabschiede mich hiermit von Ihnen mit dem größten Interesse an ihrem Schritt in dieser Sache.

Bernd Kahl

Genderitis

Wenn ich etwas nicht ganz bewußt lese wie z.B. ein Buch oder einen Zeitungsartikel, dann husche ich im Allgemeinen mit den Augen  schnell über den Text. So warf ich beim heutigen Einkauf im „Lidl“ einen Blick in die Kühltheke für verpacktes Frischfleisch und las „Hähnchinnenfilet“! Ich war entsetzt und dachte: ´Haben denn die die Genderdiversity jetzt schon dermaßen mit Löffeln gefressen, daß sie aus einem deutlich männlichen Tier mit der sprachlichen Brechstange ein weibliches machen?!

Deutsche Hähnchin Klasse A

Es wäre ja nun wirklich einfacher gewesen, stattdessen „Hühnchenfilet“ zu schreiben. Aber zum Glück hatte ich im Hinterkopf immer noch den Verdacht: „Nee, so blöd können die gar nicht sein“! Und was soll ich sagen, es war wirklich so.

Es mußte richtig heißen „Hähncheninnenfilet“.