Zielstellungen

Ich muß heute mal explizit das Leben in der DDR in Bezug auf eine bestimmte Sache beleuchten, denn gegenüber anders lautenden Meinungen aus den gebrauchten Bundesländern wurde hier auch gearbeitet, die eigene Leistung aber anders nach außen getragen. Es geht also wieder einmal um die deutsche Sprache – Worum auch sonst auf diesem Blog!
Wenn jemand in der DDR arbeitsunlustig war, glichen die Äußerungen darüber fast genau den westlichen: „kein´ Bock“, „scheiß Arbeit“, „die spinnen wohl“ und noch eine ganze Palette ähnlichen Kalibers. Die „mittlere“ Fraktion machte einfach ihr Ding und sagte gar nichts. Bei leistungsaffinen Menschen teilten sich die Meinungen allerdings in Ost und West. Im Osten kommunizierte man, daß man gewillt sei, seine Arbeit bestmöglich zu erfüllen und dadurch im Leben voranzukommen. Das hört der Chef natürlich gern und ist dem Mitarbeiter gewogen. Manchmal gelingt es dem Mitarbeiter dann auch, eine höhere Stufe in der Hierarchie zu erklimmen. Dafür muß aber gewährleistet sein, daß der Chef in seiner Familie oder der Partei keinen besseren findet. Ich gebe zu, daß das alles nicht recht erstrebenswert klingt. Das ist es ja schließlich auch nicht, aber jetzt gehen wir weiter gen Westen. Hier kommt nun der leistungsbewußte jungdynamische Mann (nur manchmal Frau) daher und tätert nach amerikanischem Prinzip („Erst mal große Fresse, Wogen glätten ist später, nachdem ich weiß, wer für oder gegen mich ist.): „Ich will Karriere machen!“ Das entsetzliche ist ja, daß der das wirklich so meint! Es ist gar nicht sein Ziel, seine Arbeit gut zu erledigen, denn er muß sich ja auf das Karrieremachen konzentrieren. Noch erstaunlicher ist es, daß der Chef sich freut, „solche energiegeladenen Mitarbeiter“ zu haben. Solch ein Mitarbeiter wird wohl auch Gerhard Schröder gewesen sein. Er ist von Anfang an mit Karriereanspruch losgestürmt und hat es auch bis zum Bundeskanzler geschafft. Aber damit nicht genug, er hat geschafft, was bis dahin jedem CDU-Kanzler mißlang: der Industrie Milliardenprofite sichern bei gleichzeitiger Verringerung der Arbeitslosigkeit.

Die paar Millionen Armen, die wir jetzt haben, wollten doch sowieso nie arbeiten!

Erhöhte Gefährdungslage

Ich war gestern einmal wieder im Interesse meines Buches auf den Spuren meines Wehrdienstes unterwegs. War ich vor einigen Wochen noch in Taubendorf, so ging es diesmal zum ehemaligen Feldflugplatz Alteno bei Luckau. Ich habe noch einiges vorgefunden, was aus der damaligen Zeit stammt, einiges was neuer ist und einiges, was ganz neu und erschreckend ist. So frappierte mich besonders der Schutzstatus damals und jetzt. Im Jahre 1979 war das Gelände der Schutzkompanie des Flugfeldes zwar komplett umzäunt und durch Posten geschützt, dagegen war das Flugfeld komplett offen und bei entsprechendem Interesse hätten die Wildschweine auf der Landebahn fast täglich Sportveranstaltungen durchführen können. Gestern nun war alles anders. Der Kompaniebereich war zwar mit „Lebensgefahr“-Schildern gekennzeichnet, aber die Umzäunung verdiente einfach diesen Namen nicht mehr. Dagegen aber war diesmal das Flugfeld dadurch geschützt, daß sich hinter einem etwa 3m hohen Zaun mit Stacheldrahtaufsatz ein ca. 6m hoher Erdwall auftürmte. Aus der Tatsache heraus, daß die Landebahn heutzutage komplett mi Solarmodulen vollgestellt ist und dem Wissen, daß diese allzugern abmontiert und gestohlen werden, könnte man nun einfach deren Schutz vermuten. Gleichzeitig aber erinnere ich mich, auf dem Gelände eine Recyclingfirma gesehen zu haben.

Was ist nun die Gefahr, daß die Solarmodule abhanden kommen oder daß jemand sieht, was so alles recyclet wird?